Wie fühlt sich die Welt an

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Einsatz in der Grundschule

Im Lehrplan Sachunterricht (NRW) heißt es, die Schülerinnen und Schüler der ersten beiden Klassen „untersuchen und beschreiben die Bedeutung der eigenen Sinne in Alltagssituationen“ (Ministerium für Schulen und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2008): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Frechen: Ritterbach Verlag, S.44).
Außerdem fordert selbiger Lehrplan, dass die Kinder der Schuleingangsphase „die Leistungen und Aufgaben einzelner Sinnesorgane [ermitteln und beschreiben]“
(ebd.).
Auch im Lehrplan Sport (NRW) ist die Schulung der Sinne verankert. Dieser sieht vor, die „Sinne [der SuS zu] üben und die Bedeutung der Wahrnehmungsfähigkeit für den Bewegungsvollzug [zu] erfahren“
(ebd., S.119).

Mit dem Buch wird nicht nur einseitig das
taktile System trainiert. Dieses System steht zwar im Vordergrund, doch es ist eng verbunden mit dem kinästhetischen System. Der Tastsinn ermöglicht uns Aussagen über die Beschaffenheit von Oberflächen (rau, glatt etc.) zu treffen oder Proportionen und Größen zu erfühlen. „Ob ein Gegenstand allerdings hart oder weich ist, kann man nur unter Hinzuziehung der kinästhetischen Wahrnehmung – hier vor allem des Kraftsinns – erkennen“ (Zimmer, Renate (2005): Handbuch der Sinneswahrnehmung. Grundlagen einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung. 16. Auflage, Freiburg im Breisgau: Herder Verlag, S.106). Erst das Drücken ermöglicht eine Aussage über hart und weich. Die taktile und kinästhetische Wahrnehmung stehen also in enger Verbindung, denn Berühren ist immer mit Bewegen verbunden.

Auch Übungen, die gepaart mit der Förderung des taktilen und kinästhetischen Systems die
Schulung der visuellen, vestibulären und auditiven Wahrnehmung vorsehen, finden Sie in dem Buch „Wie fühlt sich die Welt an?“. Die visuelle Wahrnehmung wird u.a. gefördert, wenn die Kinder auf S. 10 das Blinden-ABC kennenlernen und sich mit dessen Umgang üben. Einige der im Buch vorgeschlagenen Versuche sollen die Schülerinnen und Schüler mit geschlossenen Augen durchführen. Derartige Übungen regen das vestibuläre System an, denn mit geschlossenen Augen ist es schwierig das Gleichgewicht zu halten. Zum Beispiel S. 16 animiert zu einer Übung, bei der die Kinder blind die Anweisungen eines anderen Kindes befolgen sollen. Mit dem Einsatz dieser Übung schulen Sie zudem die auditive Aufmerksamkeit (Fähigkeit die Aufmerksamkeit auf bestimmte akustische Reize zu richten) ihrer Schülerinnen und Schüler, sowie die Fähigkeit zur auditiven Kurzzeitspeicherung und auditiven Selektion (Fähigkeit wichtige und unwichtige akustische Reize zu unterscheiden).

Das Mitmachbuch „Wie fühlt sich die Welt an?“ erleichtert Ihnen einen
fächerübergreifenden, schüleraktiven Unterricht. Die Tastübungen sind in eine Geschichte eingebunden, die von Sophie und Leo handelt. Diese beiden fiktiven Schulkinder sind enge Brieffreunde, die sich begeisterte Briefe über das Tasten schreiben. Angeregt von immer neuen taktilen Übungen animieren sie ihre Lehrer und Mitschüler dazu, sich ebenfalls für die Förderung des Tastsinns zu interessieren. Das gemeinsame Lesen, sowie das Ausprobieren sämtlicher dargestellter Sinnesübungen, ermöglichen folglich einen kombinierten Unterricht aus den Fächer Sachunterricht, Sport und Deutsch.

Die Kinder erkennen beim Lesen sehr schnell das Ziel des Buches. Die Hauptfigur Leo gibt den fleißigen Lesern stets neue Denkanstöße, was Ihnen die
Zieltransparenz deutlich vereinfacht. Zum Beispiel meint Leo, das es sehr schwierig sein muss, sich zu orientieren, wenn das Licht ausfällt. Es beruhigt ihn aber, dass er seinen Tastsinn gut trainiert und er sich somit recht gut mit Hilfe seiner Sinne zurechtfinden kann.

Alle der dargestellten Übungen haben die Autoren im Rahmen ihrer Examensarbeit mit Erst-, Zweit- und Drittklässlern
erprobt. Diese Kinder haben damals zurückgemeldet, dass ihnen besonders gut die Stationen gefallen haben, bei denen sie sich im Raum unter Ausschluss des Sehsinns zurechtfinden mussten. Auch die im Buch beschriebene Bastelübung auf Seite 19 hat großen Anklang gefunden. Die Drittklässler haben die Übungen oft genauer hinterfragt. Sie wollten nicht nur ihren Tastsinn trainieren, sondern auch Hintergrundinformationen erhalten. Das Buch „Wie fühlt sich die Welt an?“ gibt an zahlreichen Stellen den Kindern die Möglichkeit ihr Wissen bezüglich des Tastsinns zu erweitern.

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